Berufsinformationstag der Veitshöchheimer Mittelschule ein Erfolgshit - Zehnjähriges Jubiläum mit 15 Ausbildungsbetrieben - 180 Schüler schnupperten die Luft der Berufswelt

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Ein Erfolgshit ist der Berufsinformationstag (BIT) der Mittelschule Veitshöchheim. Bereits zum zehnten Mal ging er am Dienstagabend über die Bühne. Zu verdanken ist dies der bei der Service GmbH der Handwerkskammer für Unterfranken angestellten Sozialpädagogin Theresia Öchsner, die sich mit Unterstützung des Fördervereins der Mittelschule schon seit Dezember 2006 mit ihrer "KompetenzWERKSTATT" und dem Modell der „Vertieften Berufsorientierung" (=VBO) ausschließlich um den Übergang der Schüler in den Beruf kümmert.


Seit ihrerTätigkeit an der Mittelschule zeigt die jährliche "Verbleibstatistik" der Abgangs-Schüler/innen, dass außer einem beratungsresistenten Schüler im Schuljahr 2014/15 alle Schüler den nächsten Schritt nach der Schule erfolgreich gehen konnten. Anlässlich des 10. BIT dankte deshalb Fördervereinsvorsitzender Jörg Conradi der Übergangsmanagerin mit einem Blumenstrauß.

In ihrer langjährigen Arbeit konnte sie den Jugendlichen statt Orientierungslosigkeit, Praxiskompetenz, statt Schwellenangst Motivationsschub, statt Wankelmütigkeit Zuversicht und Kontinuität statt heißer Luft und eine geduldige Wegbegleitung als Übergangsmanagerin vermitteln.
Die Betriebe aus den Bereichen Öffentlicher Dienst, Handwerk, Groß- und Einzelhandel, Dienstleistung und Industrie aus dem näheren Umfeld sowie zwei Berufsfachschulen stellten höchst informativ ein breites Spektrum an typischen Ausbildungsberufen für Mittelschüler vor. Sie gehören zum regionalen, hilfreichen Netzwerk der Mittelschule, das Plätze für Ausbildung, Praktikum, Boy's-/Girl's-Day, Betriebserkundung und damit für die Schüler niederschwellige Einstiegsmöglichkeiten anbietet, die zu eigenen Wünschen, Fähigkeiten, verschiedenen Schulabschlüssen passen, Karriereplanungsmöglichkeiten inclusive.
Zu Wort meldeten sich auch die beiden Schülersprecher, um den Firmen für ihre Teilnahme am BIT zu danken und ihren Mitschülern viel Erfolg bei der Ausbildungssuche zu wünschen.
Alle Mittelschüler hatten sich im Vorfeld per Formblatt für zwei für sie interessante Betriebsvorträge entschieden. Jeweils eine halbe Stunde lang stellten dort die Referenten aus den Unternehmen ihren Betrieb vor, beschrieben die möglichen Ausbildungsberufe, erörterten Chancen und Herausforderungen dieser Ausbildung und stellten sich den Fragen der Schüler.
Wie schon im Vorjahr offenbarte der BIT, dass inzwischen viele Branchen im Gegensatz zu früher händeringend nach Auszubildenden suchen. Hier die richtige Wahl zu treffen, dabei steht ihnen die Übergangsmanagerin mit Rat und Tat zur Seite.
Erstmals dabei war die Staatliche Berufsfachschule für Massage der Uniklinik Würzburg, die die Ausbildung zum Masseur und zum medizinischen Bademeister vorstellte. Die Absolventen werden durch die Ausbildung in die Lage versetzt, in den Bereichen Prävention, kurativer Medizin und Rehabilitation tätig zu sein. Für den Wellnessbereich besteht die Möglichkeit an schulinternem Wahlunterricht teilzunehmen. Geprägt durch ein christliches Menschenbild begleitet und fördert das Lehrerteam die Auszubildenden. Von den Auszubildenden wird ein hohes Maß an Engagement und Mitverantwortung mit entsprechendem Lernverhalten erwartet. Die Begegnung mit Patienten, Mitschülern, Lehrkräften und dem gesamten Umfeld der Schule ist durch Achtsamkeit, Wertschätzung und Respekt geprägt.
Nach knapp zwei Stunden trafen sich die Referenten in einer Schlussrunde zu einem kurzen, positiven Feedback. Mit einem kleinen Präsent bedankte sich Konrektorin Martha Winter bei den beteiligten Firmen, die den Schülern wichtige Entscheidungshilfen bei der Berufs(Wahl)Orientierung und beim Finden von Praktikumsstellen gegeben oder die Möglichkeit eingeräumt hatten, ihre Bewerbung um einen Ausbildungsplatz direkt abzugeben. Positiv herausgestellt wurde, dass viele Firmen auch Lehrlinge mitgebracht hatten, die sich outeten und etwas über ihren Ausbildungsalltag erzählten. Theresia Öchsner brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass dadurch der Funke auf ihre Schüler übergesprungen sei und die Komplexität der Berufswahl etwas entmüllt werden konnte, denn sie würden schon unter der vielfältigen Optionsauswahl leiden.

Autor: Dieter Gürz