Höchst informativer 9. BIT der Veitshöchheimer Mittelschule mit 16 Ausbildungsbetrieben - 240 Schüler schnupperten die Luft der Berufswelt

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Mussten noch vor einigen Jahren die Schüler der Mittelschule Veitshöchheim noch an die 60 Bewerbungen abgeben, um eine Lehrstelle zu erhalten, so suchen nun Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe händeringend nach Auszubildenden. Deutlich wurde dies beim nun schon neunten Berufsinformationstag der Mittelschule Veitshöchheim.

So offenbart ein Blick auf die Homepage des örtlichen Autohauses Keller, dass der ohne Auszubildende 46 Mitarbeiter zählende Betrieb gleich mehrere offene Stellen hat. So werden Serviceberater, Serviceassistent, Unfallmanager, Servicetechniker, Kfz-Mechatroniker, Karosseriebauer und Marketingmitarbeiter gesucht. Serviceleiter Roland Hoier hatte deshalb zur Nachwuchsgewinnung gleich vier seiner derzeit 14 Auszubildenden mitgebracht, um den Schülern die Tätigkeit beim Autohaus schmackhaft zu machen. Die Lehrlinge plauderten aus der Praxis. Hightech sei im Auto inzwischen Standard und die technische Entwicklung gehe rasant weiter. Als Audi-Top-Service-Betrieb, so sagte der Serviceleiter, lege man Wert auf eine gute Azubi-Gruppe. Alle würden gefördert und gefordert und würden so ihren Weg machen.
Schulleiter Otto Eisner registrierte hocherfreut, dass 240 interessierte Schüler und viele Eltern gekommen waren, um die gebotene Möglichkeit zum Hineinschnuppern in interessante Berufe zu nutzen. Darunter waren auch die Schüler der 7. bis 9. Klassen der zum Schulverbund gehörenden Mittelschule Margetshöchheim.
Gekommen war auch Bürgermeister Jürgen Götz, der seine Verbundenheit mit Schule und Veranstaltung in seiner Begrüßung zum Ausdruck brachte mit dem Hinweis auf "Handwerk hat goldenen Boden."
Die Schülersprecher Steven Melcher und Josefa Ronge bedankten sich im Namen ihrer Mitschüler für das "Zeitgeschenk" der Betriebe an diesem Abend.
Die Schüler hatten sich im Vorfeld per Formblatt für zwei für sie interessante Betriebsvorträge entschieden. Jeweils eine halbe Stunde lang stellten dort die Referenten aus den Unternehmen ihren Betrieb vor, beschrieben die möglichen Ausbildungsberufe, erörterten Chancen und Herausforderungen dieser Ausbildung und stellten sich den Fragen der Schüler.
Nach knapp zwei Stunden traf man sich in einer Schlussrunde zu einem kurzen, positiven Feedback. Mit einem kleinen Präsent bedankte sich Konrektorin Martha Winter bei den beteiligten Firmen, die den Schülern wichtige Entscheidungshilfen bei der Berufs(Wahl)Orientierung und beim Finden von Praktikumsstellen gegeben oder die Möglichkeit eingeräumt hatten, ihre Bewerbung um einen Ausbildungsplatz direkt abzugeben. Positiv herausgestellt wurde, dass viele Firmen auch Lehrlinge mitgebracht hatten, die sich outeten und etwas über ihren Ausbildungsalltag erzählten. Theresia Öchsner brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass dadurch der Funke auf ihre Schüler übergesprungen sei und die Komplexität der Berufswahl etwas entmüllt werden konnte, denn sie würden schon unter der vielfältigen Optionsauswahl leiden.

Autor: Dieter Gürz